Morbus Crohn
Morbus Crohn ist eine chronische, gutartige und in Schüben verlaufende Darmentzündung. Diese kann im gesamten Magen-Darm-Trakt auftreten, befällt aber bevorzugt den unteren Dünndarm.
Die genauen Ursachen der Erkrankung sind noch nicht aufgeklärt. Es besteht zwar eine familiäre Häufung, doch zu dieser Grundlage müssen noch andere auslösende Faktoren treten. Rauchen, Umwelteinwirkungen in Industrieländern und ernährungsbedingte Einflüsse können die Entstehung von Morbus Crohn begünstigen.
Die Erkrankung beginnt mit einer Entzündung der Darmschleimhaut. Es entstehen kleine Geschwüre, die länger werden und immer tiefer wachsen, zwischen den Geschwüren wölbt sich die verdickte Darmwand vor und verursacht dadurch Verengungen des Darms. Die Geschwüre können auch die Darmwand durchbrechen und Darmfisteln verursachen. Die Entzündung kann sich immer weiter über die Darmschleimhaut ausbreiten; es kann aber auch sein, dass zwischen den befallenen Darmabschnitten völlig gesunde Abschnitte liegen. Das ist der hauptsächliche Unterschied zu der sonst sehr ähnlichen Colitis ulcerosa.
Morbus Crohn tritt bei Männern und Frauen etwa gleich häufig auf. Oft vergeht erst eine symptomlose oder von gelegentlichen Bauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen begleitende Phase. Wonach sich die Krankheit durch verschiedene Anzeichen bemerkbar macht; wie etwa krampfartige, oft schubweise auftretende Bauchschmerzen, häufige Durchfälle, Fisteln im Bereich des Afters, Untergewicht, Appetitlosigkeit und Schwäche. Dauert die Krankheit länger als zehn Jahre, steigt das Risiko, dass sich aus der veränderten Schleimhaut ein Darmkrebs entwickelt.
Morbus Crohn zählt zu den Autoimmunerkrankungen und wird medikamentös behandelt. Eine Operation kann bei Duchbruch von Geschwüren oder anderen Komplikationen nötig werden. Eine dauerhafte Heilung ist nicht sicher. Viele Patienten müssen sich mit ihrer Erkrankung abfinden.
Colitis ulcerosa
Unter Colitis ulcerosa versteht man eine Dickdarmentzündung, die einhergeht mit blutigen, schleimigen Durchfällen sowie krampfhaften Bauchschmerzen. Es ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED), die zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auftreten kann und wesentliche Begleiterscheinungen mit sich bringt. Eine Überreaktion des Immunsystems bewirkt leichte bis schwere Entzündungen der Darmschleimhaut. Diese Erkrankung verläuft schubweise. Vom Mastdarm bis über den gesamten Dickdarm bilden sich blutige Schleimhäute. Eine anhaltende Erkrankung sorgt für Gewichtsverluste. Der Blutverlust bei diesem Krankheitsverlauf der Colitis ulcerosa kann eine Anämie auslösen. Bis heute ist die Ursache dieser Erkrankung nicht vollständig geklärt. Nebenwirkungen der Colitis ulcerosa sind Augenprobleme, Gelenkentzündungen und Hauterkrankungen.
Die Diagnose der Colitis ulcerosa wird durch eine Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel und einer Darmspiegelung festgelegt. Bei einem schweren Verlauf der Colitis ulcerosa muss der Dickdarm mit dem Mastdarm operativ entfernt werden. Wenn die Gefahr besteht, dass das Risiko eines Dickdarmkrebses gegeben ist, wächst zudem auch die Furcht des Geschwürdurchbruches durch die Darmwand.
Vorsorglich kann Colitis ulcerosa mit Medikamenten und Kortison unter Kontrolle gehalten werden. Je früher sich ein Patient zum Arzt begibt, desto eher kann die Diagnose gestellt und eine Behandlung erfolgen. Psychische Belastungen sind mit wiederkehrenden Schmerzen verbunden. Es ist daher dringend notwendig, dass man sich einer Selbsthilfegruppe anschließt und psychotherapeutisch aktiv wird. Eine sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung ist die Ernährungsumstellung.
Eine Komplementärmedizin kann begleitend zur Schulmedizin eingesetzt werden. Entspannung und Meditation, Yoga und Kräutertherapie sowie therapeutische Übungen können sehr gute Wegbegleiter sein. Bei einer medikamentösen Langzeittherapie sind phytotherapeutische Ausleitungsverfahren angebracht. Colitis ulcerosa sollte nicht unterschätzt werden.





