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Beiträge / Forschung und Wissenschaft - Research
Max-Planck-Forscher und ihre Münchner Universitätskollegen identifizieren den körpereigenen Cannabinoid-Rezeptor als ein Schutzsystem gegen DarmentzündungenDie Entstehung chronisch entzündlicher Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ist nach wie vor unklar; der Bedarf an Medikamenten zur Behandlung und Linderung dieser Erkrankungen ist jedoch groß. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift The Journal of Clinical Investigation (15. April 2004) konnte ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie und der Ludwig-Maximilians-Universität München zeigen, dass Mausmutanten, denen der Cannabinoid-Rezeptor fehlt, sehr viel empfindlicher als die Kontrolltiere gegenüber Entzündungsauslösern im Darm reagieren. Darüber hinaus geraten bei ihnen die Aktivitäten der Darmmuskeln nach einer Entzündung außer Kontrolle. Die Verabreichung von Cannabinoiden bewirkte bei den Kontrolltieren eine deutliche Abschwächung der Entzündung. Diese Erkenntnisse nähren nun die Hoffnung, dass das körpereigene Cannabinoid-System einen guten therapeutischen Ansatzpunkt zur Behandlung chronisch entzündlicher Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts darstellt.
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07.05.2004, 07:24 Uhr |
Studie / Komplikationen - Complications
Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa haben ein erhöhtes Risiko, eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) zu erleiden. Als Ursache dafür werden verschiedene Medikamente diskutiert, die in der Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen eingesetzt werden. Dänische Wissenschaftler konnten nun in einer Studie das erhöhte Risiko für Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bestätigen. Die Einnahme von 5-ASA-Medikamenten und Sulfasalazin bei CED war in dieser Studie aber kein Risikofaktor für eine akute Pankreatitis.
Siehe:
Munk EM, Pedersen L, Floyd A, Norgard B, Rasmussen HH, Sorensen HT Inflammatory bowel diseases, 5-aminosalicylic Acid and sulfasalazine treatment and risk of acute pancreatitis: a population-based case-control study Am J Gastroenterol. 2004 May;99(5):884-8 Zum Abstract
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08.05.2004, 15:04 Uhr |
Studie / Komplikationen - Complications
Steroiddosis, immunsuppressive Therapie und Infliximab beeinflussen nicht das Risiko für frühe postoperative Komplikationen bei Patienten mit Morbus Crohn. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Mayo Clinic, Rochester, Minnesota, USA, die die Krankenakten von 270 Patienten mit Morbus Crohn, die sich einer Bauchoperation unterziehen mußten.
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08.05.2004, 15:06 Uhr |
Studie / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous
Die Remissionsraten bei Kindern mit Morbus Crohn durch Ernährung mit enteralen Elementardiäten unterscheiden sich nicht von den mit enteralen Polymerdiäten erzielbaren. Das ist das Ergebnis einer multizentrischen randomisierten Studie schwedischer Wissenschaftler. Polymere Diäten könnten allerdings besser geeignet sein, wenn das Hauptziel eine Verbesserung des Gewichtszustands ist.
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09.05.2004, 10:38 Uhr |
Studie / Forschung und Wissenschaft - Research
Mutationen des NOD2/CARD15-Gens stehen im Zusammenhang mit der Erkrankung an Morbus Crohn. Jedoch haben nicht alle Morbus-Crohn-Patienten eine der identifierten Mutationen. Wissenschaftler der Berliner Humbold Universität stützten nun mit einer Studie an 180 Patienten mit Morbus Crohn, 70 Patienten mit Colitis ulcerosa und 97 Kontrollpersonen die Hypothese, daß die Gen-Mutationen in Zusammenhang mit der Charakteristik des Krankheitsverlaufs im Zusammenhang steht.
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16.05.2004, 19:39 Uhr |
Studie / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous
Symptome wie bei einem Reizdarmsyndrom sind bei Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auch häufig innerhalb von Remissionsphasen vorhanden. Das wurde nun in einer niederländischen Studie bestätigt. In der Studie, die 34 Patienten mit Morbus Crohn in Remission, 37 Patienten mit Colitis ulcerosa in Remission und 66 gesunde Kontrollpersonen umfaßte, waren bei einem Drittel der Patienten mit Colitis ulcerosa und bei 42% der Patienten mit Morbus Crohn reizdarmähnliche Symptome vorhanden. Das Vorhandensein dieser Symptome ging mit einer Einschränkung der Lebensqualität einher, während es keinen Einfluß auf das Zurechtkommen mit der Krankheit hatte.
Siehe:
Minderhoud IM, Oldenburg B, Wismeijer JA, van Berge Henegouwen GP, Smout AJ IBS-like symptoms in patients with inflammatory bowel disease in remission; relationships with quality of life and coping behavior. Dig Dis Sci. 2004 Mar;49(3):469-74. Zum Abstract
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16.05.2004, 19:46 Uhr |
Studie / Forschung und Wissenschaft - Research
Die Zahl der Fälle von Neuerkrankungen an Morbus Crohn in Nordfrankreich (Departements Nord, Pas-de-Calais und Seine Maritime) ist zwischen 1988 und 1999 um rund 23% gestiegen (Inzidenzraten 5,2 (1988-1990) und 6,4 (1997-1999) auf 100000 Einwohner), während im selben Zeitraum die Zahl der Fälle von Neuerkrankungen an Colitis ulcerosa im selben Gebiet um rund 17% abgenommen hat (Inzidenzraten 4,2 (1988-1990) und 3,45 (1997-1999) auf 100000 Einwohner). Diese Zahlen weichen von den entsprechenden Zahlen in anderen nordeuropäischen Ländern deutlich ab.
Siehe:
Molinie F, Gower-Rousseau C, Yzet T, Merle V, Grandbastien B, Marti R, Lerebours E, Dupas JL, Colombel JF, Salomez JL, Cortot A. Opposite evolution in incidence of Crohn's disease and ulcerative colitis in Northern France (1988-1999). Gut. 2004 Jun;53(6):843-848. Zum Abstract
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16.05.2004, 19:48 Uhr |
Beiträge / Medikamente - Medication
Die Wirksamkeit von Infliximab bei Morbus Crohn wurde in mehreren placebokontrollierten Studien belegt. Schwedische Ärzte untersuchten nun in einer populationsbasierten Kohorten-Studie den Gebrauch von Infliximab insbesondere hinsichtlich des Auftretens schwerer unerwünschter Ereignisse nach der Behandlung.
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16.05.2004, 19:50 Uhr |
Beiträge / Medikamente - Medication
Die Schering AG gab gestern bekannt, dass neue follow-up Daten einer Phase II-Studie mit Leukine® (Sargramostim/GM-CSF) zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Verlaufsform des Morbus Crohn zeigen, dass das klinische Ansprechen und die Remission sowie die verbesserte Lebensqualität im Vergleich zu Placebo auch nach Absetzen des Medikaments erhalten bleiben. Die Ergebnisse wurden auf der “Digestive Disease Week” (DDW) vorgestellt, die vom 15.-20. Mai 2004 in New Orleans stattfindet.
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20.05.2004, 08:35 Uhr |
Beiträge / Medikamente - Medication
Eine Reihe von Studien zu neuen Therapiemöglichkeiten in der Behandlung des Morbus Crohn wurden am Dienstag auf der Digestive Disease Week (DDW) in New Orleans (USA) präsentiert. Die DDW ist eine der größten internationalen Konferenzen von Ärzten und Wissenschaftlern auf den Gebieten der Gastroenterologie, Hepatologie, Endoskopie und gastrointestinaler Chirurgie.
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20.05.2004, 13:20 Uhr |
Studie / Medikamente - Medication
Eine kontrollierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit von oral verabreichtem OPC-6535 in der Behandlung der aktiven Colitis ulcerosa stellten Forscher der Universität von Chicago vorvergangene Woche auf der Digestive Disease Week 2004 in New Orleans vor.
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31.05.2004, 18:57 Uhr |
Studie / Medikamente - Medication
Die Therapie mit Steroiden (Cortison) ist eine der effektivsten Behandlungsmöglichkeiten bei Colitis ulcerosa. Jedoch sprechen bis zu 30% der Patienten auf eine Behandlung mit Steroiden ungenügend an. Diese steroid-resistenten Patienten sind für Gastroenterologen eine Herausforderung, weil wenige Behandlungsoptionen außer der Entfernung des gesamten Dickdarms (Kolektomie) zur Verfügung stehen. Basilixmab (Simulect®) könnte Forschungsergebnissen der Henry Wellcome Laboratories der Universität von Bristol, England, zufolge eine neue Behandlungsmöglichkeit darstellen. Die Ergebnisse wurden vorvergangene Woche auf der Digestive Disease Week 2004 in New Orleans präsentiert.
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31.05.2004, 18:58 Uhr |
Studie / Komplikationen - Complications
Schwangerschaften und Geburten scheinen bei Frauen mit ileoanalem Pouch genauso zu verlaufen wie bei Frauen ohne Pouch. Auch auf die Funktionsfähigkeit des Pouches scheinen sich Schwangerschaft und Geburt nicht auszuwirken.
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31.05.2004, 18:59 Uhr |
Studie / Komplikationen - Complications
Die Fertilität (Fruchtbarkeit) von Frauen mit Colitis ulcerosa ist nach einer Pouch-Operation stark vermindert. Auf diesen Sachverhalt sollten Ärzte vor einem Eingriff dieser Art die Patientinnen hinweisen.
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5530 |
31.05.2004, 19:01 Uhr |
Studie / Medikamente - Medication
Wer nach mehr als zweijähriger Behandlung des Morbus Crohn mit Azathioprin in Remission ist und das Medikament absetzt, hat ein erhöhtes Risiko in den darauffolgenden 12 Monaten einen erneuten Crohn-Schub zu erleiden. Das ist das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie dänischer Wissenschaftler.
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31.05.2004, 19:02 Uhr |
15 Beiträge insgesamt
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