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Morbus Crohn und Colitis ulcerosa - News und mehr


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  • Beiträge (im September 02) Aktion Aufrufe geschrieben am

    Studie / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Calprotectin nicht geeignet zur Unterscheidung von CED und Darmkrebs

    Der Gehalt des kalziumbindenden Proteins "Calprotectin" im Stuhl ist bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ebenso erhöht wie bei Patienten mit bösartigen Darmtumoren. Nicht erhöht ist er bei Polypen und gutartigen Tumoren im Darm. Dies ist das Ergebnis einer in der Augustausgabe des European Journal of Gastroenterology and Hepatology veröffentlichten Studie.

    Siehe:
    Eur J Gastroenterol Hepatol 2002 Aug;14(8):841-5
    Faecal calprotectin: a marker of inflammation throughout the intestinal tract.
    Summerton CB, Longlands MG, Wiener K, Shreeve DR.

    Zum Abstract


              6510 01.09.2002, 19:18 Uhr

    In der Presse / Medikamente - Medication

    "Mit Immunsuppression dauerhaft beschwerdefrei"

    Ein Bericht in der deutschen Medical Tribune beschäftigt sich mit der Frage, wann und wie bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen das Immunsuppressivum Azathioprin eingesetzt wird. Zitiert wird Dr. Max Reinshagen vom Universitätsklinikum Ulm. Demzufolge sei eine immunsuppressive Therapie bei Patienten angezeigt, bei denen Kortison nicht anschlägt oder nicht abgesetzt werden kann, ohne daß es wieder zu Beschwerden kommt und bei Patienten mit mehr als zwei akuten Schüben pro Jahr.

    Unter der Therapie mit Azathioprin seien engmaschige Laborkontrollen nötig. Die Therapie solle 4 bis 5 Jahre durchgeführt werden

    Siehe:
    Zum Bericht der Medical Tribune


              3334 04.09.2002, 08:11 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Phytopharm gibt Studienergebnis zu Kurkumapräparat bei CED bekannt

    Phytopharm PLC gab am 23. August die Ergebnisse einer Phase II zur Wirksamkeit ihres Medikaments P54 bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen bekannt. P54 ist ein pflanzliches Präparat auf Kurkuma-Basis.


              3735 08.09.2002, 01:49 Uhr

    In der Presse / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Crohnkranker läuft Amok

    Über den Fall eines 34-jährigen Waffennarrs, der zwei Menschen und sich selbst erschossen hat, berichtet Cambridge-News. Im Alter von 30 Jahren sei der Killer wegen Morbus Crohn zum Stomaträger geworden und habe seither mehr und mehr eine Paranoia entwickelt. Der Mann habe sich von einem seiner Opfer verfolgt gefühlt.

    Zum Artikel


              3598 08.09.2002, 01:50 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Abbott testet Adalimumab in Studie zur Behandlung von Morbus Crohn

    Am 4. September kündigten Abbott Laboratories Studien zu ihrem monoklonalen Antikörper D2E7 (Adalimumab) bei juveniler rheumatoider Arthritis und Morbus Crohn an. Was den Morbus Crohn betrifft, soll der Wirkstoff hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit zur Herbeiführung einer Remission getestet werden. Maßgebliche Größe soll dabei der CDAI (Crohn-Aktivitätsindex) sein. D2E7 soll ähnlich wie das bereits auf dem Markt befindliche Infliximab (Remicade) den pro-entzündlichen Botenstoff Tumornekrosefaktor alpha hemmen. Bisher sei das Medikament bei rheumatoider Arthritis getestet worden und befinde sich diesbezüglich augenblicklich im Zulassungsverfahren sowohl der US-amerikanischen (FDA) als auch der europäischen Arzneimittelbörde (EMEA) auf Zulassung.
    Zur Pressemitteilung


              5474 08.09.2002, 01:50 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Incara stoppt Studie zu Deligoparin bei Colitis ulcerosa

    In die Studie zur Wirksamkeit von Deligoparin bei Colitis ulcerosa von Incara Development, Ltd werden keine Patienten mehr aufgenommen. Dies gab die Muttergesellschaft Incara Pharmaceuticals Corporation am 26. August bekannt. Ausschlaggebend hierfür seien Finanzierungsfragen.


              3035 08.09.2002, 01:50 Uhr

    Studie / Forschung und Wissenschaft - Research

    Kein Zusammenhang zwischen Autismus und Magen-Darmerkrankungen bei Kindern

    Eine Studie, in der der Zusammenhang zwischen Magen-Darmerkrankungen und Autismus bei Kinder untersucht wurde, wurde in der Ausgabe vom 24. August des Britisch Medical Journal publiziert. Ergebnis: Früher diagnostizierte Magen-Darmerkrankungen waren unter Kinder mit Autismus nicht häufiger als unter Kindern ohne Autismus.


              3226 08.09.2002, 12:11 Uhr

    Review / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Fakten zur Masernimpfung und Morbus Crohn

    Eine Website zum Zusammenhang zwischen Morbus Crohn, Autismus und der Masern- bzw. Masern-Mumps-Rötelnimpfung hat nun der britische Gesudheitsdienst NHS ins Web gestellt. Seit einer 1998 veröffentlichten Arbeit von Wakefield und Kollegen, in der auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Morbus Crohn, Autismus und der Masernimfpung hingewiesen wird, wird vor allem in Großbritannien die MMR-Impfung heiß diskutiert. Der NHS zieht aus den vorliegenden Daten den Schluß, daß es keinen Beweis, für einen Zusammenhang zwischen Morbus Crohn, Autismus und der MMR-Impfung gibt. Der Teil der Website zum Thema Morbus Crohn und Masernimpfung:
    http://www.mmrthefacts.nhs.uk/library/bowel.php


              3589 08.09.2002, 12:11 Uhr

    In der Presse / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Sommerakademie 2002 der Ärztezeitung

    Den aktuellen Stand zu 38 Krankheitsbildern will die Ärztezeitung in ihrer Sommerakademie 2002 vorstellen. Zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa werden unter anderem folgende Themen behandelt:

    • Kapselendoskopie
    • Langzeittherapie zur Verhinderung von Fistelrezidiven
    • Behandlung des akuten Schubs der Colitis ulcerosa
    • Remissionserhaltende Therapie bei Colitis ulcerosa
    • Langzeittherapie mit 5-ASA als Krebsprophylaxe
    Siehe:
    http://www.aerztezeitung.de/medizin/akademie_2002/crohn_2002/


              2995 08.09.2002, 12:12 Uhr

    In der Presse / Diagnostik - Diagnostics

    Virtuelle Koloskopien Zukunftsoption, aber noch keine Alternative zur Endoskopie

    Kritisch mit der virtuellen Koloskopie setzt sich Gabriele Wagner in einem Hintergrundartikel in der Ärztezeitung auseinander. Demzufolge sei diese bei der Entdeckung von Polypen der herkömmlichen Koloskopie zur Zeit noch deutlich unterlegen. Für den Routineeinsatz bei der Vorsorge sei sie im Augenblick noch nicht zu empfehlen. Für die Zukunft sei sie aber eine Option. Die herkömmliche Koloskopie wird sie auch künftig nicht vollständig ersetzen können, da nur bei dieser eine Abtragung von Polypen und Entnahmen von Gewebeproben möglich sind.

    Siehe:
    http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/09/02/155a0203.asp?cat=/medizin/magen_darm


              3225 08.09.2002, 12:12 Uhr

    Beiträge / Forschung und Wissenschaft - Research

    Stammzellentransplantation bei MC-Patienten an Uniklinik Freiburg erfolgreich

    Nachdem vor über einem Jahr am Chicago's Northwestern Memorial Hospital erstmals eine Patientin mit schwerem Morbus Crohn durch Transplantation eigener adulter Stammzellen erfolgreich behandelt wurde (Siehe: http://my.webmd.com/content/article/1728.86330), wurde diese Therapie nun erstmals auch in Deutschland getestet.


              9993 08.09.2002, 12:12 Uhr

    In der Presse / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    "Wann der Ileus warten darf"

    Mit der Frage, unter welchen Umständen ein Darmverschluß operiert werden muß, beschäftigt sich ein Kongreßbericht der Medical Tribune.

    Siehe:
    Der Bericht


              3285 09.09.2002, 10:29 Uhr

    Beiträge / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Kontroverses zu CED auf der Tagung der DGVS vom 11.-14.9

    Rund um Erkrankungen von Leber, Magen und Darm geht es auf dem 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten vom 11. -14. September 2002. Was chronisch-entzündliche Darmerkrankungen betrifft, sind sicher die Erörterung der Fragen zu Fortschritten in der Endoskopie wie z.B. der Kamerapille in den Endoskopieseminaren interessant, die heute beginnen und breiten Raum auf der Tagung einnehmen. Ebenfalls heute findet ein Satellitensymposium zum Thema Anti-TNFalpha-Therapie bei Morbus Crohn statt. Kontrovers in Sachen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa geht es dann ab Freitag zu. Zu den Fragestellungen

    • Pathogenese: Zwei Erkrankungen oder zwei Symptome?
    • Diagnostik: Voraussetzung für die Therapieeskalation
    • Therapie: Stufentherapie oder frühe aggressive Behandlung?
    • Therapie der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen: Konservative Therapie so lange wie möglich! (Samstag)
    tragen jeweils zwei Experten mit unterschiedlichen Ansichten vor mit anschließender Diskussion. Für Patienten interessant ist dann der Abschlußtag Samstag mit einem Arz-Patienten-Seminar der DCCV.

    Die Website zur Tagung mit Programm findet man unter http://www.dgvs2002.de/


              3028 12.09.2002, 09:07 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Nichtraucher profitieren eher von Infliximab

    Laut einer in der Septemberausgabe der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlichten Studie profiteren nichtrauchende Patienten mit Morbus Crohn eher von Infliximab (Remicade®) als rauchende. Auch eine gleichzeitige Therapie mit immunsuppressiven Medikamenten wirkte sich positiv auf den Therapieverlauf aus.


              3718 13.09.2002, 07:19 Uhr

    Studie / Komplikationen - Complications

    Diagnose und Behandlung von Darm-Blasen-Fisteln bei MC

    Das Beschwerdebild, die diagnostischen Methoden und die Ergebnisse nach chirurgischen Maßnahmen bei Darm-Blasen-Fisteln bei Patienten mit Morbus Crohn zu untersuchen war Gegenstand einer retrospektiven Studie, die in der Augustausgabe des American Journal of Surgery veröffentlich wurde. Demnach machen sich Darm-Blasen-Fisteln häufig durch Luftabgang beim Wasserlassen und durch Symptome einer Harnwegsinfektion bemerkbar, werden häufig von Darm-Darm-Fisteln begleitet und werden durch Entfernung der betroffenen Darmabschnitte therapiert.


              9118 15.09.2002, 22:18 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Optimierung der Azathioprindosis durch Bestimmung der TPMT-Aktivität

    Azathioprin wird erfolgreich in der Therapie des Morbus Crohn eingesetzt. Manche Patienten entwickeln unter der Therapie mit Azathioprin jedoch einen Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie) und laufen damit Gefahr, schwere Infektionen zu erleiden. Die Leukozytopenie unter Azathioprin steht im Zusammenhang mit dem an der Verstoffwechslung von Azathioprin beteiligten Enzym Thiopurinmethyltransferase (TPMT). Die Aktivität dieses Enzyms ist erblich beeinflußt. In einer in der Septemberausgabe des Journal of Clinical Gastroenterology veröffentlichten retrospektiven Studie wurde nun untersucht, ob unter einer an die TMPT-Aktivität angepaßten Dosis von Azathioprin Leukozytopenien auftreten.


              6840 15.09.2002, 22:19 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Monoklonaler Antikörper MLN02 enttäuscht in Phase II-Studie

    Der in der Testphase befindliche Antikörper MLN02 (früher LDP-02) war in einer Studie im primären Endpunkt bei der Behandlung von leicht bis mäßig aktivem Morbus Crohn der Gabe von Placebo nicht überlegen. Dies gab das Biotechnologieunternehmen Millennium Pharmaceuticals, Inc. am gestrigen Montag in einer Pressemitteilung bekannt.


              3094 17.09.2002, 00:15 Uhr

    In der Presse / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Gefährliches Getreide

    Ein Artikel im Guardian beschäftigt sich heute mit Zöliakie und dem neuerschienen Buch "Dangerous Grains" von James Braly und Ron Hoggan. Zöliakie ist eine Erkrankung, bei der eine Allergie gegen das Weizeinprotein Gluten zur Beschädigung des Darms führt. Im Buch werde postuliert, daß eine Glutenunverträglichkeit viel häufiger sei, als bisher angenommen und diese nicht nur im Darm sondern auch in anderen Teilen des Körpers Schäden anrichten könne. Außerdem stünden zahlreiche Krankheiten, darunter auch Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, im Zusammenhang mit einer sogenannten Glutenunverträglichkeit, und mit einer glutenfreien Ernährung könnten bei diesen unter Umständen therapeutische Erfolge erzielt werden.

    Zum Artikel im Guardian


              3201 17.09.2002, 10:13 Uhr

    In der Presse / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Fataler Fehler bei Darmoperation

    Vom Fall eines 51jährigen Mannes, den ein Fehler bei einer Darmoperation wegen Morbus Crohn vor knapp einem Jahr das Leben kostete und vom dadurch verursachten Seelenleid der Angehörigen, berichtet die Nottingham Evening Post. Dem Patienten sollte am Ende der Operation ein Venenkatheter zur intravenösen Ernährung gelegt werden. Der Anästhesist habe jedoch dabei eine Arterie verletzt, was manchmal bei dieser Prozedur vorkomme. Daraufhin habe sich - was äußerst ungewöhnlich bei solch einer Verletzung ist - ein Blutklumpen gebildet, der schließlich einen Schlaganfall verursacht habe, der nach 4tägigem Koma schließlich zum Tod des Mannes geführt habe. Pikant an der Sache ist, daß der Familie des Patienten der Fehler zunächst verschwiegen worden sei.

    Zum 1. Artikel
    Zum 2. Artikel


              5858 18.09.2002, 05:28 Uhr

    Beiträge / Medikamente - Medication

    Aus für Heparinpräparat Deligoparin

    Incara gibt die Fortführung der Entwicklung des Heparinpräparats Deligoparin zur Behandlung von Colitis ulcerosa nach enttäuschenden Resultaten einer Phase 2/3-Studie an 138 Patienten auf. Deligoparin hat sich in dieser Studie weder beim Erreichen einer Remission noch zur Verringerung eines CU-Aktivitätsindex als wirksam erwiesen. Das gab Incara Pharmaceuticals Corp. am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt. Bereits am 26. August hatte Incara einen Aufnahmestop für Patienten in die Studie bekanntgegeben.

    Zur Pressemitteilung


              3478 19.09.2002, 00:29 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Klinische Erprobung von Antikörpermedikament Huvap gestartet

    Huvap (vapaliximab, BTT-1002), ein Antikörpermedikament der zweiten Generation, wird nun klinisch erprobt. Das gab BioTie Therapies Corp. am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. In der eben gestarteten Phase I-Studie soll der monoklonale Antikörper an 36 gesunden Freiwilligen bezüglich Sicherheit, Verträglichkeit und pharmakokinetischen Eigenschaften untersucht werden. Huvap blockiert die Funktion des Entzündungsrezeptors VAP-1, der eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und Entwicklung entzündlicher Erkrankungen wie Colitis ulcerosa, rheumatoider Arthritis und Psoriasis spielt.


              2915 20.09.2002, 00:20 Uhr

    Studie / Komplikationen - Complications

    PSC und die Faktoren Rauchen, Tonsillektomie und Appendektomie

    Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC), eine chronische, die Gallengänge allmählich verschließende Lebererkrankung, tritt bei Patienten mit Colitis ulcerosa häufiger auf als in der Durchschnittsbevölkerung. Dies deutet auf gemeinsame Faktoren in Entstehung und Entwicklung beider Krankheiten hin. Colitis ulcerosa scheint unter Rauchern, ehemaligen Rauchern, und bei Personen, bei denen in der Vergangenheit eine Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendektomie, Volksmund: "Blinddarm-OP") oder der Gaumenmandeln (Tonsillektomie) vorgenommen wurde, seltener aufzutreten. Ziel einer in der Oktoberausgabe er Zeitschrift Gut veröffentlichten Fall-Kontroll-Studie war es, herauszufinden, ob dies auch für Patienten mit PSC gilt.


              6274 21.09.2002, 01:39 Uhr

    Beiträge / Medikamente - Medication

    Sulfasalazin und Mesalazin: Vergleich bezüglich schwerer Nebenwirkungen

    Die 5-Aminosalicylate Sulfasalazin (u. a. Colo-Pleon®, Azulfidine®) und Mesalazin (u.a. Salofalk®, Claversal®, Pentasa®, Asacolitin®) werden in der Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa häufig eingesetzt. Beide Wirkstoffe können zu einer Reihe von Nebenwirkungen führen. Ein Vergleich zwischen beiden Medikamenten hinsichtlich des Auftretens 5 gravierender Nebenwirkungen wird in einem Artikel in der Oktoberausgabe der Fachzeitschrift Gut auf Basis der dem britischen Committee on Safety of Medicines zwischen 1991 und 1998 gemeldeten möglichen schweren Nebenwirkungen beider Arzneimittel vorgenommen.


              10622 22.09.2002, 23:57 Uhr

    Studie / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Medikamente nicht der Grund für seltene Infektion mit Helicobacter Pylori bei Morbus Crohn

    Der für die Entstehung von Magengeschwüren verantwortliche Erreger Helicobacter Pylori ist bei Menschen, die an Morbus Crohn leiden, seltener nachzuweisen als bei Gesunden. Man vermutete bisher, daß das auf das bei Morbus Crohn häufig verordnete Sulfasalzin zurückzühren sei. Italienische Wissenschaftler untersuchten nun in einer kleinen Studie, ob das verminderte Auftreten von Helicobacter Pylori bei Morbus Crohn auch bei Patienten festzustellen ist, die nie mit Sulfasalazin behandelt worden sind.


              3841 24.09.2002, 00:42 Uhr

    Studie / Forschung und Wissenschaft - Research

    Zusammenhang zwischen Genmutationen und stenosenbildendem Morbus Crohn

    Die Verlaufsformen und Befallsmuster des Morbus Crohn sind mannigfach und reichen von stenosenbildend im Dünndarm bis zu überwiegendem Befall des Dickdarms. 3 Mutationen des sogenannten NOD2-Gens wurden in Studien bei Menschen mit Morbus Crohn häufiger nachgewiesen als in der Durchschnittsbevölkerung. Ob diese Mutationen die Verlaufsform bzw. das Befallsmuster der Krankheit beeinflussen, ist gegenwärtig Gegenstand der Forschung. Wissenschaftler des Inflammatory Bowel Disease Center, Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles haben nun Ergebnisse publiziert, die darauf hindeuten, daß die Varianten des NOD2-Gens zum Entstehen eines stenosenbildenden Dünndarmbefalls beitragen könnten.


              3058 25.09.2002, 01:35 Uhr

    Studie / Komplikationen - Complications

    Verlauf der PSC und deren Voraussage mit Hilfe der Cholangiographie

    Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine chronische Lebererkankung, die bei schätzungsweise 3-7% der Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (häufiger bei CU als bei MC) auftritt. In früheren Studien wurde der Median der Zeitspanne zwischen der Diagnose einer PSC und der Notwendigkeit einer Lebertransplantation oder des Todes mit 12 Jahren angegeben. In einer in der Oktoberausgabe der Zeitschrift Gut publizierten holländischen Studie war der Median mit 18 Jahren deutlich länger. Außerdem untersuchten die Wissenschaftler, ob mit einem von ihnen entwickelten Klassifizierungssystems, basierend auf Ergebnissen der Cholangiographie, Voraussagen über den Verlauf möglich sind.


              3007 25.09.2002, 13:29 Uhr

    In der Presse / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    "Am Donnerstag Telefonaktion mit Experten aus Dresdner Krankenhäusern"

    In einem Artikel der "Freie Presse Online" wird auf eine Telefonaktion zum Thema "Morbus Crohn und Colitis ulcerosa" mit Experten aus Dresdner Krankenhäusern hingewiesen. Fragen zur Diagnosestellung, zur Therapie, zur Ernährung und zu möglichen Begleiterkrankungen können am Donnerstag, den 26.09.2002 zwischen 14 und 16 Uhr an die Experten gestellt werden.

    Zum Artikel


              2869 25.09.2002, 14:22 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Infliximab normalisiert die bei Morbus Crohn erhöhte Darmschleimhautdurchlässigkeit

    Durch eine Behandlung mit Infliximab (Handelsname: Remicade) wird die bei Morbus Crohn erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut wieder normalisiert. Dies ist das Ergebnis einer kleinen Studie, die kürzlich im The American Journal of Gastroenterology veröffentlichte wurde. In einem Leitartikel in derselben Ausgabe der Zeitschrift sieht Daniel Hollander neue Fragestellungen und Forschungsansätze zur Entstehung von Morbus Crohn aus diesen Ergebnissen hervorgehen, und zwar die, ob die bei Morbus Crohn erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut Folge oder Ursache des Entzündungsprozesses ist und ob möglicherweise sogar der Tumornekrosefaktor alpha, der durch Infliximab gehemmt wird, nicht nur Entzündungen forciert, sondern für eine erhöhte Schleimhautdurchlässigkeit im Darm direkt verantwortlich ist.


              3078 25.09.2002, 21:55 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Azathioprin u. Methotrexat bei steroidabhängiger o.-refraktärer Colitis ulcerosa

    Der therapeutische Nutzen von Azathioprin und Methotrexat zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Remission bei Colitis ulcerosa ist noch nicht vollständig geklärt. Aufgrund des Mangels an großen, kontrollierten Studien hat ein Einsatz, obwohl immer öfters erwogen, teilweise noch experimentellen Charakter. Eine weitere nichtkontrollierte Studie wurde jetzt publiziert. Untersucht wurde die Effektivität und Verträglichkeit von Azathioprin und Methotrexat bei steroidabhängiger oder -refraktärer Colitis ulcerosa.


              3806 26.09.2002, 16:10 Uhr

    In der Presse / Komplikationen - Complications

    "CED-Patienten vor Darmkrebs schützen"

    Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, im besonderen bei Colitis ulcerosa, ist das Darmkrebsrisiko erhöht. Dr. Martin Raithel, Medizinische Klinik I mit Poliklinik, Universitätsklinikum Erlangen, gibt in einem Bericht der Medical Tribune einen Überblick, welche Früherkennungsmaßnahmen unter welchen Umständen bei Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ratsam sind und welche Maßnahmen gegebenenfalls eingeleitet werden sollten. Einen Fragebogen, der bei einer Abschätzung des individuellen Darmkrebsrisikos helfen soll, findet man unter

    http://www.med1.med.uni-erlangen.de/03_klinik/gastroentero/gewebediagnostik/pdf/malignom.pdf

    Zum Medical Tribune Bericht


              2956 26.09.2002, 16:27 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    TMPT-Aktivität und Azathioprinbehandlung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

    Azathioprin wird häufig zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt. Ein an der Verstoffwechslung von Azathioprin beteiligtes Enzym, die Thiopurinmethyltransferase (TPMT), spielt dabei eine Rolle für die Verträglichkeit. Patienten mit einer geringen TPMT-Aktivität laufen Gefahr eine Knochenmarkdepression zu entwickeln. Zur Bedeutung der TPMT-Aktivität bei der Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen ist nun erneut eine Studie publiziert worden.


              5209 26.09.2002, 17:48 Uhr

    Beiträge / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Strikturoplastik bei Morbus Crohn

    Die Strikturoplastik ist eine chirurgische Maßnahme, die bei Stenosen häufig angewendet wird. Sie besteht darin, das verengte Darmstück längs aufzuschneiden und quer zu vernähen. Da dabei kranke Darmteile nicht entfernt werden, sondern dort sogar eine Narbe zurückbleibt, ist diese Technik umstritten. Es gibt Ärzte, die dafür plädieren, lieber das befallene Darmstück zu entfernen, was Rückfälle reduzieren würde und komplikationsärmer sei. Ein Ärzteteam aus Belgien hat nun seine Erfahrungen mit der Strikturoplastik bei Morbus Crohn publiziert.


              5240 26.09.2002, 17:50 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Phase III-Studie für neues Mesalazinpräparat für 2003 angekündigt

    Shire Pharmeceuticals Group PLC kündigte heute im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsausblicks auf einer Analysten- und Investorenkonferenz in New York eine Phase III-Studie (letzte Phase vor Zulassung) zu ihrem Mesalazinpräparat mesalazine MMX™ SPD 476 in der Therapie der Colitis ulcerosa an. Die Studie soll im ersten Quartal des nächsten Jahres beginnen. Das Präparat soll es ermöglichen hohe Dosen von Mesalazin gezielt im Darm freizusetzen und habe das Potenzial, den Patienten die Last des häufigen Tablettenschluckens abzunehmen.

    Quelle: Pressemitteilung von Shire


              3082 26.09.2002, 23:10 Uhr

    Studie / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Laktasemangel bei Kinder mit CED nicht signifikant häufiger

    Laktasemangel liegt bei Kindern mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung nicht signifikant häufiger vor als bei Kindern mit anderen Bauchbeschwerden. Unter 112 Kindern mit CED waren in einer Studie 54 (40%) mit niedriger Laktaseaktivität. Das übertraf zwar den Wert von 30% in der Kontrollgruppe, der Unterschied war aber nicht statistisch signifikant. Die Häufigkeit des Auftretens von Entzündungen im Zwölffingerdarm von Patienten mit hoher Laktaseaktivität unterschied sich nicht signifikant von der von Patienten mit niedriger Laktaseaktivität.

    Das Enzym Laktase ist notwendig zur Aufspaltung von Milchzucker. Ein Mangel daran führt zu Milchzuckerunverträglichkeit und tritt bei Erwachsenen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa häufiger auf als bei Gesunden.

    Siehe:
    Pfefferkorn MD, Fitzgerald JF, Croffie JM, Gupta SK, Corkins MR, Molleston JP
    Lactase Deficiency: Not More Common in Pediatric Patients With Inflammatory Bowel Disease Than In Patients With Chronic Abdominal Pain
    J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2002 Sep;35(3):339-343

    Zum Abstract


              3093 29.09.2002, 20:30 Uhr

    Studie / Sonstiges zu MC und CU - Miscellaneous

    Darmverschluß nach Operation: Keine Risikofaktoren auszumachen

    Der mechanische Darmverschluß innerhalb von 30 Tagen nach einer Darmoperation ist eine relativ häufig auftretende Komplikation. Im Rahmen einer prospektiven Studie an 225 Patienten, an denen 242 abdominelle Operationen (70 davon wg. Colitis ulcerosa, 41 wg. Morbus Crohn) vorgenommen wurden, sollten Risikofaktoren für das Auftreten solch einer Komplikation ermittelt werden. Keiner der Faktoren Diagnose, vorherige Immunsuppression, vorherige Bauchoperation, vorheriger mechanischer Darmverschluß, Art der Operation und Zeit bis zur Wiederaufnahme der Darmtätigkeit war aber als Risikofaktor auszumachen. Mechanische Darmverschlüsse traten in 23 (9,5%) der Fälle auf und wurden zunächst durch Entlastung mit einer Nasen-Magen-Sonde behandelt. Dies war in 20 Fällen von Erfolg gekrönt. Bei den anderen dreien mußte der Bauch erneut geöffnet werden.

    Siehe: Ellozy SH, Harris MT, Bauer JJ, Gorfine SR, Kreel I
    Early postoperative small-bowel obstruction: a prospective evaluation in 242 consecutive abdominal operations
    Dis Colon Rectum. 2002 Sep;45(9):1214-7

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              5396 29.09.2002, 20:31 Uhr

    Studie / Diagnostik - Diagnostics

    Im CT hervortretende Gefäßstrukturen als Merkmal für Krankheitsaktivität

    Durch Computertomographie (CT) sichtbar gemachte markant-hervorstechende Gefäßstrukturen in der Umgebung von Dick- oder Dünndarm bei Morbus Crohn-Kranken weisen auf einen klinisch-aktiven, fortgeschrittenen und ausgedehnten Krankheitsbefall hin. Das jedenfalls schließen koreanische Wissenschaftler aus den Ergebnissen einer retrospektiven Analyse von CT-Aufnahmen und klinischen Befunden von 33 Patienten mit Morbus Crohn.


              3069 29.09.2002, 20:32 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Ciclosporin zur Behandlung schwergradig-aktiver Colitis ulcerosa sinnvoll?

    Ciclosporin (Handelsnamen: Sandimmun, Cicloral) wird gelegentlich als Reservemedikament zur Behandlung der schwergradig-aktiven Colitis ulcerosa eingesetzt, wenn eine Therapie mit Glucocorticoiden ("Kortison") nicht oder nicht ausreichend wirksam ist. Kritiker dieser Therapie weisen auf die Gefahr schwerer Nebenwirkungen und die schnellen Rückfälle dieser Therapie hin. Eine rückblickende Analyse der Daten von 46 Patienten mit schwergradig-aktiver Colitis ulcerosa, die an ihrem Krankenhaus mit Ciclosporin behandelt wurden, präsentierten Ärzte des Center for Colorectal Disease, St Vincent's University Hospital and University College Dublin, Dublin, Ireland in der Septemberausgabe des Fachblatts Diseases of the Colon & Rectum.


              3193 29.09.2002, 20:34 Uhr

    Studie / Medikamente - Medication

    Kurzfristbehandlung schwergradig-aktiver Colitis ulcerosa mit Kortison-Megadosen

    Bei schwergradig-aktiver Colitis ulcerosa ist die Behandlung mit intravenös verabreichten Glucocorticoiden ("Kortison") und anschließender Gabe von oralen Glucocorticoidpräparaten die Therapie der Wahl. Die langfristige Gabe von Glucocorticoiden ist jedoch mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden. Eine nebenwirkungsärmere Alternative könnte die kurzfristige Gabe von per Infusion verabreichten Kortison-Megadosen sein. Das legt jedenfalls eine offene, prospektive Studie nahe, die jetzt in der Oktoberausgabe des Fachblattes Journal of Clinical Gastroenterology erschienen ist. In dieser erwies sich eine dreitägige Therapie mit 100 mg Dexamethason pro Tag als hochwirksam.


              6023 29.09.2002, 20:35 Uhr

    Beiträge / Forschung und Wissenschaft - Research

    "Iß Dreck" - Macht zuviel Hygiene krank?

    Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, haben ein geringeres Risiko Asthma oder Heuschnupfen zu entwickeln als ihre Altersgenossen, die nicht auf Bauernhöfen aufwachsen. Das ist das Ergebnis einer großangelegten Studie deutscher, österreichischer und schweizer Wissenschaftler, die vor kurzem im renommierten The New England Journal of Medicine publiziert wurde. Dies wirft generell die Frage auf, inwieweit Krankheiten wie z.B. auch Morbus Crohn und Colitis ulceroa, bei denen man eine Autoimmunkomponente bei der Entstehung oder beim Unterhalt der Erkrankung vermutet, Folge eines Wechsels der hygienischen Bedingungen in der Gesellschaft sind.


              5641 30.09.2002, 07:02 Uhr


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